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Info zur Wasserqualität in Russikon

Pflanzenschutz-Rückstände im Grundwasser. AWEL-Messdaten vom Mai 2019; Chlorothalonilsulfonsäure in der Grundwasserfassung (GWF) Riet, Russikon.

Das AWEL hat die Tagespresse über die Befunde im Grundwasser des Chlorothalonil-Metabolits orientiert. Zugleich wurden die Wasserversorger von den ermittelten Messwerten in Kenntnis gesetzt. Chlorothalonil ist ein Wirkstoff, der in Pflanzenschutzmitteln seit den 1970er Jahren gegen Pilzbefall als sogenanntes Fungizid zugelassen ist. Es wird im Getreide-, Gemüse-, Wein- und Zierpflanzenbau eingesetzt.

Im Grundwasser nachgewiesen wurde Chlorothalonilsulfonsäure. Dies ist ein Abbaustoff. Der Wirkstoff selbst wurde nicht gefunden. Bezüglich der im Kanton Zürich festgestellten Werte wird auf den Bericht des AWEL verwiesen.

Es ergibt sich, dass der zulässige Wert von 0,1 µg/l (0,0000001 g/l) mit einem Wert von 0,33 µg/l im Grundwasserpumperk Riet – welches mitten in der intensiv landwirtschaftlich bewirtschafteten Zone liegt - erheblich überschritten ist.

Die kantonalen Instanzen stellen dabei fest, dass die Werte im Grundwasser keine Rückschlüsse auf die Belastung des Trinkwassers zulassen, da das Trinkwassernetz meist nicht nur aus einer sondern aus mehreren Fassungen und/oder mit Zürichseewasser gespeist wird, welches frei von Chlorothalonilsulfonsäure ist. Die Vermischung von Wasser unterschiedlicher Herkunft, um die Menge von unerwünschten Substanzen zu reduzieren, ist eine mögliche Massnahme in der Wasserversorgung. Diese Vermischung ist in der Lebensmittelgesetzgebung für die Bereitstellung von gesundem Trinkwasser explizit zugelassen. Daher sind die Aussagekraft und der Nutzen dieser Daten für die Öffentlichkeit höchst beschränkt (AWEL).

Übersicht über die Wasserbeschaffungen der WVGR im Jahr 2018

Als Trinkwasser genutztes eigenes Quellwasser 42'500 m3 *21,18 %
Wassergewinnung Grundwasserfassung "Riet" 59'300 m3 29,56 %
Fremdbezug Gruppenwasserversorgung FIR 98'800 m3
  *49,26 %
Total Wasserbereitstellung (Netz) 200'600 m3 100,00 %
Nach den Lebensmittel-Vorschriften unbelastetes Wasser *   *70,44 %

Die von der WVGR gelieferte Qualität des Trinkwassers ist nach wie vor einwandfrei und wird durch das Kantonale Labor regelmässig und umfassend mittels verschiedener Probenentnahmen überprüft.

Bei den Probenentnahmen aus dem Grundwasser handelt es sich um eine Vorsichtsmassnahme im Sinne des Vorsorgeprinzips, wie es im Lebensmittelgesetz verankert ist.

Für die Zukunft ergibt sich, dass kein weiteres Chlorothalonil in die Umwelt gelangen soll. Dementsprechend wurde durch die zuständigen Instanzen die Widerrufung der Zulassung für diese Pflanzenschutzmittel eingeleitet und vorausseitlich dürfen ab Herbst 2019 keine solchen Mittel mehr eingesetzt werden (Mitteilung Kantonales Labor/Massnahmen im Kanton Zürich).

Es ist zu erwarten, dass sich dadurch die Messwerte im Grundwasserpumpwerk Riet im Laufe der Zeit erheblich verbessern werden.

Abschliessend ist festzuhalten, dass die Konsumentinnen und Konsumenten nach Erkenntnissen des Kantonalen Labors davon ausgehen können, dass der Genuss von Trinkwasser im Kanton Zürich unbedenklich ist und keine erhöhte Gefahr für die Gesundheit besteht.

Das Kantonale Labor und nötigenfalls der Vorstand der WVGR werden zu gegebener Zeit über den Stand der Dinge informieren.

Wir bitten Sie um Kenntnisnahme.

Ihre Wasserversorgungs-Genossenschaft Russikon

 



Datum der Neuigkeit 11. Sept. 2019
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