Der Gemeinderat berichtet...
Projektierung für Sanierung der Dorfstrasse in Gündisau startet
Der Gemeinderat hat einen Kredit von CHF 305’000.00 für die Projektierung der Sanierung der Dorfstrasse in Gündisau sowie für die damit verbundenen Brücken und Ufermauern bewilligt. Der Kredit umfasst das Bauprojekt, das Bewilligungsverfahren sowie die Submission.
Die Dorfstrasse in Gündisau befindet sich in einem schlechten baulichen Zustand und muss erneuert werden. Im Zuge dieser Sanierung ist es zwingend notwendig, auch die bestehenden Durchlässe und Ufermauern des Tobelbachs zu sanieren. Strasse, Gewässer und Kunstbauten (Ortsbetonbauten) stehen in einem engen funktionalen und baulichen Zusammenhang und können nicht unabhängig voneinander geplant werden. Eine koordinierte Gesamtplanung ist daher Voraussetzung für die Umsetzung.
Der Tobelbach durchfliesst das ganze Dorfgebiet und unterquert die Strassen mehrere Male. Bei starkem Regen kommt es bereits heute zu lokalen Überflutungen. Seit 2006 wurden deshalb verschiedene Varianten zum Hochwasserschutz geprüft. Frühere Projekte, unter anderem mit einem Entlastungskanal, erwiesen sich jedoch als nicht bewilligungsfähig oder stiessen auf Widerstand in der Bevölkerung.
In enger Abstimmung mit dem kantonalen Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) wurde inzwischen eine bewilligungsfähige Variante festgelegt. Das AWEL bestätigt, dass die dringend notwendige Sanierung der Dorfstrasse inklusive der bestehenden Durchlässe und Ufermauern unabhängig vom eigentlichen Bachausbau realisiert werden kann. Voraussetzung dafür ist eine Absichtserklärung des Gemeinderates, den weiteren Ausbau des Tobelbachs anzugehen. Diese Absichtserklärung wurde mit einem separaten Beschluss verabschiedet.
Der nun bewilligte Projektierungskredit deckt die Ingenieurleistungen für die Bereiche Strasse, Wasserbau und Kunstbauten sowie notwendige Untersuchungen und Abklärungen ab. Zudem sind Reserven vorgesehen, um offene Fragestellungen – etwa im Zusammenhang mit der Wertstoffsammelstelle, dem Anschluss Alte Pfäffikerstrasse, den Brunnenplätzen sowie dem Bereich Verein «Wagenbrücke» – in das Projekt zu integrieren.
Die Ingenieurleistungen für den Strassen- und Wasserbau werden im freihändigen Verfahren an die Geoinfra AG, Wetzikon, sowie für die Kunstbauten an die Aschwanden & Partner AG, Rüti, vergeben. Die Gesamtkoordination und Projektleitung übernimmt die Geoinfra AG.
Damit werden die planerischen Grundlagen geschaffen, um die Sanierung der Dorfstrasse und die Erneuerung der wasserbaulichen Anlagen fachgerecht vorzubereiten und die Sicherheit sowie Funktionsfähigkeit der Infrastruktur in Gündisau langfristig zu gewährleisten.
Sanierung des Abwasserpumpwerks Gündisau
Der Gemeinderat Russikon hat für die umfassende Sanierung des Abwasserpumpwerks Gündisau einen Kredit von CHF 235’000.00 bewilligt.
Das Abwasserpumpwerk Gündisau entspricht in weiten Teilen nicht mehr den heutigen technischen sowie sicherheitsrelevanten Anforderungen. Die technischen Anlagen des Abwasserpumpwerks Gündisau wurden vor über 25 Jahren erstellt und haben seither ohne grundlegende Erneuerung ihren Betrieb geleistet. Einzelne Anlageteile sind defekt, aktuell ist nur noch eine von zwei Pumpen einsatzfähig. Bei einem Ausfall besteht das Risiko von Abwasserüberläufen und einer Verunreinigung des angrenzenden Tobelbachs. Zudem ist die bestehende Steuerung stark veraltet und die Störungsalarmierung erfolgt derzeit lediglich akustisch vor Ort.
Im Rahmen des Sanierungsprojekts werden die gesamte technische Ausrüstung, die Pumpen, die elektrische Steuerung sowie der Schaltschrank erneuert. Das Pumpwerk wird zur Steuerung und Überwachung an das moderne EMSRL-Leitsystem der Stadt Winterthur angebunden. Weiter sind bauliche Instandsetzungen am Schacht, der Ersatz der defekten Abdeckung sowie der Bau einer einfachen, befahrbaren Zufahrt vorgesehen.
Nach Abschluss der Sanierung kann das Pumpwerk wieder zuverlässig und sicher betrieben werden. Der Unterhalt sowie der Notfall-Pikettdienst sollen anschliessend durch die Stadt Winterthur übernommen werden. Dies entlastet die Gemeinde Russikon langfristig im Betrieb und erhöht die Versorgungssicherheit. Die Bauarbeiten sind für Juni/Juli 2026 vorgesehen. Die dafür notwendigen Mittel sind im Budget 2026 berücksichtigt.
Ersatzneubau FC-Clubhaus
Der bestehende Holzbau des FC-Garderobengebäudes mit Bistro in der Tüfiwis ist baulich und betrieblich nicht mehr zweckmässig und soll durch einen Ersatzneubau ersetzt werden. Ziel ist es, der Gemeindeversammlung ein ausgereiftes Projekt zur Abstimmung vorlegen zu können. Zu diesem Zweck hat der Gemeinderat die Architekturleistungen inkl. Bauleitung vergeben.
Eingeladen waren drei Architekturbüros aus der Region. Nach Prüfung der eingereichten Angebote wurde der Auftrag an die werkteam architekten ag, Volketswil, vergeben. Das Planerhonorar beträgt rund CHF 210'000.00.
Der Abschluss des Bauprojekts ist bis Ende Juni 2026 vorgesehen. Die weiteren Projektphasen stehen unter dem Vorbehalt der Kreditgenehmigung der Stimmberechtigten. Die Kreditvorlage wird der Gemeindeversammlung vom 30. November 2026 unterbreitet.
Zudem hat der Gemeinderat…
- den Revisionsbericht des kantonalen Steueramtes genehmigt. Die Prüfung hat aufgezeigt, dass das Gemeindesteueramt sehr gut funktioniert;
- den Stellenplan für die Administration in der Abteilung Bau um 50 Stellen-Prozent erhöht;
- von der Zusammenarbeit der Spitex Regio ZH mit der Firma Acuara Kenntnis genommen und den Auftrag erteilt, als Teil des Leistungsauftrags auch die pflegenden Angehörigen neu einzubeziehen.
Zugehörige Objekte
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| 02. Gemeinderatsbericht März 2026 (PDF, 192 kB) | Download | 0 | 02. Gemeinderatsbericht März 2026 |