Welttag ohne Tabak und Nikotin
Die Risiken von Snus und Nikotinbeuteln werden oft unterschätzt, besonders von Jugendlichen. Eine Social Media Kampagne regt zum Nachdenken an.
In den vergangenen Jahren hat die Zahl an unterschiedlichsten Nikotinprodukten stark zugenommen. Dies hat auch damit zu tun, dass die Raucherquoten sinken und die Nikotinindustrie versucht, mit neuen Produkten ihr Geschäft am Laufen zu halten. Während weitgehend bekannt ist, dass Zigaretten süchtig machen und schädlich für die Gesundheit sind, werden Snus und Nikotinbeutel, auch Pouches genannt, nicht selten als vergleichsweise unproblematisch vermarktet und insbesondere von Jugendlichen entsprechend wahrgenommen. Dabei enthalten diese Produkte zuweilen beträchtliche Mengen an Nikotin und bergen gesundheitliche Risiken. Jugendliche werden besonders rasch abhängig von Nikotin – bei regelmässigem Konsum oft innert wenigen Wochen. Dies, weil sich das jugendliche Gehirn noch entwickelt und das Belohnungssystem empfindlicher auf Nikotin reagiert als bei Erwachsenen. Eine Sucht kann bei Jugendlichen darum bereits entstehen, bevor täglich konsumiert wird. Gemäss einer Datenauswertung zum Lebensstil in der Schweizer Bevölkerung werden Snus und Nikotinbeutel vor allem von der jüngeren Generation der 15- bis 24-Jährigen mindestens monatlich konsumiert.
Prävention auf Social Media
Eine interkantonale Präventionskampagne stärkt Jugendliche, die keine Nikotinprodukte konsumieren. In kurzen, authentischen Videos thematisieren junge Menschen Snus und Nikotinbeutel auf Social Media. Die Inhalte regen auf humorvolle Art zum Nachdenken und Diskutieren an. Ganz bewusst wird auf Abschreckung oder Moralisierung verzichtet. Jugendliche sollen in ihrer Sprache motiviert werden, Risiken zu erkennen und eine eigene Haltung zu entwickeln. Auf der Kampagnenwebsite feel-ok.ch/checkstduExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. finden Interessierte mehr Informationen.
Vorbild Grossbritannien?
In Sachen Prävention einen Schritt weiter ist Grossbritannien mit einem neuen Gesetz. Wer 2027 oder danach 18 Jahre alt wird, wird keine Zigaretten, Snus und ähnliche Tabakprodukte mehr legal erwerben können. Damit möchte Grossbritannien künftige Generationen rauchfrei machen. Ein anderes nachweislich wirksames Instrument ist die konsequente Nikotin- und Tabakbesteuerung. Diese trägt dazu bei, dass der Tabak- und Nikotinkonsum langfristig sinkt und damit auch die damit verbundenen Gesundheitskosten. Präventionsfachleute begrüssen diesbezügliche aktuelle Vorstösse für einen umfassenderen Schutz der Jugendlichen.
Konsumstopp für junge Menschen
Für junge Menschen, die bereits Nikotin konsumieren, gibt es den NicotineFreeCoach. Der WhatsApp basierte Rauch- und Nikotinstopp-Coach unterstützt sie, vom Nikotin, insbesondere auch von Snus und Nikotinbeuteln, loszukommen: www.nicotinefreecoach.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet..
Fachliche Unterstützug im Kanton Zürich
Die regionalen Präventionsstellen im Kanton Zürich unterstützen Schulen, Eltern, Gemeinden und andere Organisationen mit diversen Projekten und Angeboten. Die Adressen der regionalen Stellen findet sich unter: www.suchtpraevention-zh.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet..
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Tabak- und Nikotinpräventionsprogramm Kanton Zürich Im Kanton Zürich setzen sich verschiedene Organisationen für die Tabak- und Nikotinprävention ein. Das kantonale Tabak- und Nikotinpräventionsprogramm koordiniert und bündelt ihre Aktivitäten zielgerichtet. So wird ein wichtiger Beitrag für die Gesundheit der Zürcher Bevölkerung geleistet. Das Kantonale Tabak- und Nikotinpräventionsprogramm wird vom Tabakpräventionsfonds mitfinanziert. Weitere Mittel stammen von der Gesundheitsdirektion, der Bildungsdirektion, von NGOs, aus dem Fonds zur Prävention des Alkoholmissbrauchs, von Forschungsinstitutionen, Stiftungen sowie Gemeinden und weiteren Trägerschaften wie Zweckverbänden. Prävention und Gesundheitsförderung ist im Auftrag der Gesundheitsdirektion Kanton Zürich für die Strategie und gemeinsam mit der Zürcher Fachstelle zur Prävention des Suchtmittelmissbrauchs (ZFPS) für die operative Umsetzung des Programms zuständig. Mehr Informationen unter gesundheitsfoerderung-zh.ch/tabakExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. |